Jiaogulan – Das Unsterblichkeitskraut

In vielen Ländern Europas ist das Kraut noch gänzlich unbekannt. Jiaogulan ist eine Heilpflanze aus China, aus der südlichen Bergregion Zentralchinas.

Die Bewohner erreichen ein hohes Alter. Die Zahl der über 100 Jahre alten Menschen in der Region Guizhou ist überdurchschnittlich groß. Jiaogulan gehört zur täglichen Ernährung, meist durch die Zubereitung von Tee.

Das Kraut wird Xiancao genannt und bedeutet übersetzt Unsterblichkeit. Man spricht der Pflanze eine verjüngende Eigenschaft zu.

Jiaogulan heißt botanisch Gynostemma pentaphyllum (5-blättrig) und gehört zu den Kürbisgewächsen. Sie ist eine mehrjährige, frostharte Rankpflanze und kann eine Größe von 8 Metern erreichen. Die Pflege der Pflanze ist nicht anspruchsvoll. Der Standort ist sonnig bis halbschattig zu wählen. Mit normalen, gut gedüngten Gartenboden, der feucht gehalten werden soll. Sie ist bei uns winterhart bis –18° Celsius. Im Herbst sollte sie mit einer Laubschicht geschützt werden. Im Frühjahr dann treibt sie wieder aus. Jiaogulan kann auch als Zimmerpflanze gehalten werden und kann ganzjährig geerntet werden.

 

Die beliebteste Anwendung ist die Teezubereitung. Für die Dosierung reichen 5 frische Blätter für einen halben Liter Wasser und einer Ziehzeit von 10 Minuten. Es können ebenfalls getrocknete Blätter verwendet werden. Sie verlieren nicht ihre Inhaltsstoffe, wenn sie schonend an einem schattigen Ort getrocknet werden. Das Kraut ist nicht sehr geschmacksintensiv und ist je nach Neigung daher gut mit z.B. Ingwer oder anderen Teesorten bedenkenlos zu mischen möglich.

 

In der Traditionellen Chinesischen Medizin st das Kraut schon lange ein fester Bestandteil. Die sekundären Pflanzenstoffe sind für die Wirkung von Jiaogulan verantwortlich.

Die Eigenschaft der Saponine ist es, Entzündungen zu hemmen und bekämpfen Pilz-Krankheiten. Außerdem binden sie Cholesterine und haben daher eine positive Wirkung auf den Cholesterinwert.

Die Flavonide sind Antioxydantien und neutralisieren freie Radikale. Freie Radikale sind für vorzeitige Zellalterung verantwortlich. Es findet also keine Verjüngung statt, sondern eine Verlangsamung des Alterns.

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